Lenin frisch wie nie!
Moskau. Will man den gebürtigen Sibiriaken Wladimir Iljitsch Uljanow von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten, so ist dazu jetzt auf dem Roten Platz wieder Gelegenheit denn nach zwei Monaten Renovierungspause hat Das Lenin-Mausoleum wieder geöffnet.
Die Mumie wurde in dieser Zeit aufgefrischt, doch Aufgrund des ungeheuren personellen, technischen und materiellen Aufwands (1,5 Mio. US-$ jährl.) der erforderlich ist, um die Mumie in einem ausstellungswürdigen Zustand zu erhalten, fehlte das Geld für einen neuen Anzug.
Also bekommt auch der Anführer der russischen Arbeiterrevolution die Wirtschaftskrise zu spüren.
Alle anderthalb Jahre muss die Mumie von Fachleuten neu einbalsamiert werden, um den natürlichen Verfallsprozess zu stoppen. Lenin und die Kontrollleiche Nr. 1 ( Sie dient den Wissenschaftlern zu Kontrollzwecken.), wurden erneut für mehrere Tage in Einbalsamierungsflüssigkeit getaucht und danach leichte kosmetische Retuschen vorgenommen.Lenins Kleidungs-Stil kommt heute zu teuer, deshalb wurde der aus einem schweizer Wollmaterial mit Silberglanzeffekt bestehende Anzug nur grundüberholt, gereinigt, bedampft und gebügelt.Früher ist der Anzug alle dreieinhalb Jahre gewechselt worden, offiziellen angaben nach allerdings nur alle zehn Jahre, zuletzt geschah dies jedoch 2003.
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Die bei Lenin angewandte Mumifizierungs-Technik erlaubt den Erhalt des Leichnams noch für etwa 100 Jahre verlautbarte der Vizedirektor des „Allrussischen Wissenschaftlichen Forschungsinstitutes für Medizin- und Aromapflanzen“ Denissow-Nikolski gegenüber der Zeitung „Trud“.Anläßlich des bevorstehenden Geburtstags und der zu erwartenden Besucherschlangen muss man sich also derzeit keine Sorgen zu machen.
(Verfasst von Yulia Kopr. Aus dem englischen Übertragen von Florian Kopr)

